Management-Bücher sind manchmal langweilig und langatmig. Dieses Buch nicht. „Das Pinguin-Prinzip“ erzählt anhand einer Fabel, wie Veränderung am besten gelingt. Auf einem Eisberg leben 268 Pinguine, unter ihnen Fred. Er ist ein etwas anderer Pinguin. Das Fischen interessiert ihn nicht so sehr. Er beobachtet lieber das Meer und den Eisberg. Dadurch erkennt er, dass der Eisberg schmilzt und sich die Pinguine in absehbarer Zeit nach einer Alternative umschauen müssen.

Das Pinguin-Prinzip
Das Pinguin-Prinzip

Und wie im normalen Leben gibt es auch unter den Pinguinen diejenigen, die mit beiden Füßen voran Richtung Veränderung springen, aber auch die Zweifler, die Bremser, die Verweigerer, die Ängstlichen, die Bedenkenträger und diejenigen, die die Notwendigkeit zur Veränderung gar nicht wahrhaben wollen. Die Autoren, John Kotter und Holger Rathgeber, zeichnen die Stärken und Schwächen der einzelnen Typen liebevoll und mit einem Augenzwinkern.

Durch die Fabel und die hübsche Bebilderung bleibt das Gelesene gut im Gedächtnis, denn schließlich lieben wir Geschichten und unser Hirn kann viel besser mit Bildern als mit Worten arbeiten. Es fällt uns so leichter, eine Veränderung in unserem Denken und Handeln herbeizuführen. Das Ganze mag zunächst wie eine Kindergeschichte anmuten, doch dahinter stecken die Erkenntnisse aus John Kotters preisgekrönten Forschungsarbeiten über die Dynamik erfolgreicher Veränderungen. Von Kotter stammt auch der Bestseller „Leading Change.“

Am Ende des Buchs findet sich eine Zusammenfassung der acht wichtigsten Faktoren für erfolgreiche Veränderungsprozesse. So eingängig diese sind – es lohnt sich, die Geschichte der Pinguine und ihres Eisbergs komplett zu lesen. Man versteht besser, was die Autoren sagen möchten und es macht Spaß. Veränderung wird so vom ungeliebten zu einem zumindest interessanten Thema.

Das Pinguin-Prinzip von John Kotter und Holger Rathgeber,
Droemer Knaur, ISBN 3-426-27412-4, 14,90 Euro

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